Luftröhrenentzündung (Tracheitis) – Ursachen und Gegenmittel

Eine Entzündung der Luftröhre (Tracheitis) betrifft grundsätzlich die Luftröhrenschleimhaut. Dabei tritt die Tracheitis meist als Begleiterscheinung einer viralen oder bakteriellen Infektion der oberen Atemwege auf. In den meisten Fällen ist die Luftröhrenentzündung an sich relativ harmlos und lässt sich gemeinhin gut behandeln. Allerdings sollte sie dennoch schnell einer geeigneten Therapie zugeführt werden, um unangenehme Spätfolgen zu vermeiden. In diesem Ratgeber erhalten Sie Informationen zu den Ursachen, Symptomen und den Möglichkeiten der Behandlung einer Entzündung der Luftröhre.

Wie entsteht eine Luftröhrenentzündung?

Die Luftröhrenentzündung lässt sich in zwei verschiedene Formen einteilen:

  • akute Luftröhrenentzündung – kurzfristige Entzündung der Luftröhre. Die Tracheitis klingt hier nach einigen Tagen bis maximal einer Woche von selbst ab.
  • chronische Luftröhrenentzündung – dauerhafte Entzündung der Luftröhre. Die Tracheitis hält mehr als drei Wochen an und kann Folgeerkrankungen wie beispielsweise eine Bronchitis auslösen.

Wie bereits angedeutet, entsteht eine Entzündung der Luftröhre durch entsprechende Atemwegsreizungen. Begleitsymptome werden hierbei häufig von klassischen Beschwerden bei Erkältung wie Husten, Fieber und Heiserkeit gestellt. Auch Schmerzen und ein brennendes Gefühl in der Luftröhre oder im Brustbeinbereich sind bei Tracheitis denkbar.

Der Husten während einer Tracheitis beginnt häufig als trockener Reizhusten ohne Abhustung. Im weiteren Krankheitsverlauf kann er sich aber zu einem produktiven Husten mit Auswurf wandeln. Oft tritt die Tracheitis begleitend zu oder als Vorbote einer Erkältungskrankheit wie Grippe oder Bronchitis auf. Allerdings sind dies nicht die einzigen möglichen Ursachen für die Luftröhrenentzündung:

© olgavolodina - Fotolia.com
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  • krankheitsbedingte Luftröhrenentzündung: Meist handelt es sich bei einer Entzündung der Luftröhre um das Begleitsymptom einer Bronchitis, Grippe oder Erkältung. Demzufolge sind Grippeviren auch die häufigsten Auslöser der Tracheitis. Grundsätzlich kommen jedoch auch bakterielle Erreger und Pilze, sowie Erkrankungen der Luftröhre (z.B. Tracheomalazie) und Gefäßverengungen als Auslöser für die Entzündung in Betracht. Speziell bei Bronchitis kann zudem eine begleitende Kehlkopfentzündung für die Tracheitis verantwortlich sein.
  • allergisch bedingte Luftröhrenentzündung: Allergene wie Pflanzenpollen, Katzenhaare oder bestimmte Lebensmittel verursachen bei Betroffenen häufig Entzündungen im Mundraum sowie im Bereich der Luftröhre. In diesem Zusammenhang kann eine Tracheitis auch als Folge einer allergischen Reaktion auftreten. Trockener Reizhusten als Begleiterscheinung ist in diesem Fall meist häufiger als produktiver Husten. Dieser tritt im Normalfall eher bei grippalen Infekten und Bronchitis als Ursache für eine Luftröhrenentzündung auf.
  • chemisch bedingte Luftröhrenentzündung: Als Auslöser einer Entzündung im Bereich der Luftröhre nicht zu unterschätzen sind mitunter auch chemische Substanzen und Reizstoffe. Dazu gehören Zigarettenrauch, Industriegase und ätzende Substanzen. Für die Schleimhäute der Nase, Luftröhre und Bronchien bedeuten besagte Chemikalien eine herbe Belastung. Auch greifen Sie die Schleimhaut direkt an, was logischer Weise leicht zu Entzündungen in betroffenen Atemwegsabschnitten führt.
  • mechanisch bedingte Luftröhrenentzündung: Fremdkörper, welche die Luftröhre blockieren oder reizen, sind ebenfalls dazu in der Lage, eine Luftröhrenentzündung zu provozieren. Ein gutes Beispiel sind hier Hohlsonden aus Kunststoff, wie sie zur künstlichen Beatmung mittels Intubation verwendet werden. Zwar gewährleisten die Kunststoffschläuche die Atemfunktion, für die Luftröhre stellen sie jedoch einen Fremdkörperreiz dar, der durchaus eine Tracheitis nach sich ziehen kann.

Behandlung einer entzündeten Luftröhre

Zur Feststellung der Luftröhrenentzündung reicht dem Arzt meist schon eine detaillierte Beschreibung des Krankheitsverlaufs und der Beschwerden. Dennoch wird er weitere Untersuchungen durchführen. Hierzu zählt vor allem der Einsatz eines Stethoskops, um unnormale Atemgeräusche festzustellen. Die genaue Behandlung der Luftröhrenentzündung richtet sich dann nach der zugrunde liegenden Ursache:

  • Medikamente – Zur medikamentösen Behandlung einer Luftröhrenentzündung dienen Hustenstiller und schleimlösende Mittel. Um eine Ausbreitung der Tracheitis auf angrenzende Organe zu verhindern, kann in seltenen Fällen die Gabe von Antibiotika erforderlich sein.
  • Inhalation – Inhalationslösungen mit Kochsalz unterstützen die natürliche Heilung der entzündeten Luftröhrenschleimhaut und befeuchten darüber hinaus die Atemwege. Als besonders effektiv haben sich elektronische Verdampfer erwiesen, welche einen noch feineren Nebel als normale Geräte zur Inhalation erzeugen.
  • Heilkräuter – Verschiedene Heilpflanzen wie Salbei, Kamille, Eukalyptus oder auch Lindenblüten sind für ihre regenerative Wirkung auf die Atemwege bekannt. Da sie sowohl entzündungshemmend als auch husten- und reizstillend wirken, sind sie ideale Hausmittel gegen bei entzündeter Luftröhre. Einnehmen können Sie die Heilkräuter entweder als Tee oder in Form von Husten- oder Erkältungsbonbons. Ebenfalls empfehlenswert ist Honig aus Manuka (Südseemyrte). Das Nadelgehölz stammt aus Neuseeland und wird dort seit Jahrhunderten gegen zahlreiche Arten der Entzündung im Bereich der Atemwege verwendet.
  • Homöopathie – Auch homöopathische Mittel bieten im Falle einer Luftröhrenentzündung gute Hilfe. Besonders sinnvoll sind hier Globuli gegen Husten und Reizhusten. Gute Beispiele geben Pulsatilla D8 und C5, Rumes crispus C5, Drosera C5, Antimonium tartaricum C5 und Sticta pulmonaria C5. Doch die Mittel der Homöopathie wie Globuli sollten gerade bei längerem Verlauf der Entzündung keinesfalls einen Arztbesuch ersetzen.
© lom123 - Fotolia.com
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Luftröhrenentzündung – Wann zum Arzt?

Eine akute Luftröhrenentzündung ist unangenehm, heilt aber meist selbständig nach spätestens einer Woche wieder ab. Chronische Entzündungen der Luftröhre erfordern dagegen grundsätzlich eine ärztliche Behandlung. Einen Arzt aufsuchen sollten Sie daher stets, wenn…

…die Luftröhrenentzündung länger als 3 Wochen andauert.
…private Maßnahmen zur Behandlung und Homöopathie keine Linderung verschaffen.
…Reizhusten bzw. produktiver Husten sowohl tagsüber als auch nachts auftreten.
…die Entzündung der Luftröhre schwere Begleitsymptome mit sich bringt.

Fazit

Im Normalfall ist eine Tracheitis die harmlose Begleiterscheinung einer Bronchitis, Erkältung oder Grippe. In seltenen Fällen kann die Entzündung der Luftröhre aber auch hartnäckiger Natur sein und ohne geeignete Behandlung dauerhafte Probleme verursachen. Auch ein Übergreifen auf umliegende Organe und weitere Teile der Atemwege ist nicht ausgeschlossen. Aus diesem Grund sollten Sie bei der Therapie der Luftröhrenentzündung nicht nachlässig werden und im Zweifelsfall einen HNO-Arzt hinzuziehen. Bei einem sehr schlimmen Verlauf kann die Tracheitis vor allem bei geschwächten Patienten (Senioren, Kinder) nämlich auch für eine Lungenentzündung sorgen.

 

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