Verletzungen

Verletzungen – Überblick, Behandlung, Vorsorge

Das Spektrum möglicher Verletzungen ist äußerst umfangreich, denn Wunden können am menschlichen Körper sowohl äußerlich als auch innerlich Entstehen. Dies schließt neben Körperteilen und Organen auch seelische Schäden mit ein, weshalb sich mit dem Begriff der Verletzung nicht nur die Unfallchirurgie, Sportmedizin, Orthopädie und Physiotherapie, sondern ebenso die Psychologie regelmäßig beschäftigt. Im Folgenden möchten wir Ihnen die verschiedenen Arten einer Verletzung etwas genauer erläutern und dabei auf mögliche Ursachen, Begleitbeschwerden und Therapie- bzw. Präventionsmaßnahmen eingehen.

Welche Arten von Verletzungen gibt es?

Unterschieden werden müssen Wunden nach medizinischer Auffassung grundsätzlich in physische Verletzungen und psychische Verletzungen. Eine physische Verletzung entsteht meist im Rahmen einer Krankheit oder durch mechanische Gewalteinwirkungen (Trauma). Letztere ist hierbei Gegenstand der Traumatologie, welche eines der wichtigsten Fachgebiete der Unfallchirurgie darstellt. Einteilen lässt sich die physische Verletzung zum einen in leichte und schwere Verletzungen. Des Weiteren kann sie je nach Art der Wunde wie folgt klassifiziert werden:

innere Verletzung:

© SENTELLO - Fotolia.com

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  • Verletzung der inneren Organe (organische Läsion Typ A)
    z.B. durch Prellungen, Unfälle oder organische Krankheiten

  • Knochenbrüche (Frakturen)
    z.B. durch Stürze, Sport- oder Verkehrsverletzungen

äußere Verletzung:

  • Verletzungen der äußeren Organe (organische Läsion Typ B)
    z.B. durch Gesichtsverletzungen im Bereich des Auges oder der Nase

  • Verletzungen der Haut (dermale Läsion)
    z.B. durch Bisswunden, Platzwunden, Schürfwunden, Schnittwunden oder Verbrennungen

besondere Verletzungen:

  • Entzündungswunden (Inflammatio)
    z.B. durch Allergien, bakterielle Infektionen oder chemische Stoffe

  • Erfrierungen (Congelatio)
    z.B. besonders kalte Außentemperaturen oder hohe Windgeschwindigkeiten

  • Sportverletzungen
    z.B. durch Muskelzerrungen, Sehnenrisse oder einen Tennisarm

Psychische bzw. seelische Wunden entstehen im Gegensatz zu einer physischen Verletzung nicht durch mechanische Einflüsse, sondern durch soziales Fehlverhalten. Zwar kann dieses mitunter auch durch eine Gewalteinwirkung von außen (z.B. Misshandlung) erfolgen, doch im Grunde verbirgt sich hinter der seelischen Verletzung eine Kränkung auf psychologischer Ebene, die sich folgender Maßen gestalten kann:

  • Kränkung der Ehre
  • Kränkung der Gefühle
  • Kränkung der Selbstachtung

Physische wie psychischen Verletzungen können als Einzelverletzung (Monotrauma) oder Mehrfachverletzung (Polytrauma) auftreten. Auch ein gemeinsames Auftreten von körperlichen und seelischen Verletzungen ist nicht unmöglich, was die Ursachenforschung zur Entstehung einer Wunde häufig erschwert. So haben wundverursachende Krankheiten beispielsweise manchmal einen psychosomatischen Hintergrund und auch äußere Gewalteinwirkungen (v.a. bei augenscheinlichen Unfallwunden und dermalen Verletzungen) sind des Öfteren mit einer psychischen Traumata in Verbindung zu bringen.

Wie entstehen Verletzungen?

© Huna - Fotolia.com

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Die Ursachen für eine Wunde hängen zumeist von individuellen Alltagsfaktoren ab. Insbesondere die eigene Achtsamkeit im Umgang mit der eigenen, körperlichen Unversehrtheit ist hier entscheidend für die Umstände, unter denen die Verletzung zustande kommt. Allerdings kann es auch die Fahrlässigkeit anderer Personen sein, die zur Entstehung von Wunden beiträgt. Hier ein kleiner Überblick zu möglichen Gründen:

    Infektions- und Organerkrankungen: Hinter organischen Verletzungen steckt in vielen Fällen eine Infektions- oder Funktionserkrankung entsprechender Gewebeabschnitte. Bestes Beispiel ist hier die chronisch-entzündliche Magen-Darm-Erkrankung Morbus Crohn. Sie befällt zunächst die Schleimhäute des Verdauungstraktes, kann im späteren Verlauf, nach Zersetzung der Schleimhaut, aber auch Organschäden verursachen. Diese zählen zu den inneren Wunden und haben somit den Charakter einer Verletzung.

    Funktions- und Alterserkrankungen: Ebenfalls erwähnt werden sollte die Möglichkeit bewegungseinschränkender Krankheiten wie Übergewicht, Altersschwäche oder körperliche Behinderung als Ursache für bestimmte Wunden. Insbesondere das sogenannte Wundliegen (Dekubitus) bei krankheitsbedingtem Bewegungsmangel ist eine Verletzungsart, mit der die Kranken- und Altenpflege immer wieder konfrontiert wird.

    Unfälle: Bei einem Unfall kann es ebenfalls zu organischen Verletzungen kommen, wobei diese von der Schwere der mechanischen Gewalteinwirkungen abhängen. Handelt es sich um einen schweren Verkehrsunfall, ist die mechanische Gewalteinwirkung gelegentlich so groß, dass durchaus Organe in Mitleidenschaft gezogen werden. Zudem sind umfangreiche Knochenbrüche und lebensbedrohliche Gehirnschäden hier nicht auszuschließen. Bei leichten Unfällen (z.B. Sportverletzungen oder Stürze aus geringer Höhe) sind hingegen eher leichte Sehnen- und Muskelfaserrisse, Prellungen, sowie kleinere Platz-, Schürf- oder Schnittwunden die Regel.

    Allergien: Allergien verursachen bisweilen zahlreiche Reizreaktionen auf der Haut. Hierzu gehören auch Hautverletzungen wie Bläschen, Blasen, Papeln und Geschwüre. Bei allergischen Hautreaktionen auf bestimmte chemische Stoffe, Tier- oder Pflanzengifte sind darüber hinaus auch Erfrierungen, Verbrennungen und Nekrosen möglich.

    thermische und elektrische Reize: Extreme Hitze, wie sie etwa von den UV-Strahlen der Sonne abgegeben wird, aber auch die Berührung mit Feuer und künstlichen Licht- oder Hitzequellen können für Brandverletzungen sorgen. Diese müssen sich nicht zwingend auf die Haut beschränken, sondern dringen manchmal sogar bis in tiefer gelegene Gewebeschichten vor. Gleiches gilt für Erfrierungen, welche durch enorme Kälte entstehen. Ein Trauma als Folge thermischer oder elektrischer Reizreaktionen ist demzufolge eine weitere Ursache für eine Verletzung.

    psychische Krankheiten und seelische Probleme: Das berühmt berüchtigte Borderline-Syndrom war vor einigen Jahren gerade in Bezug auf Jugendliche des Öfteren im Gespräch. Bei dem Begriff handelt es sich um eine parasuizide Persönlichkeitsstörung die mit selbstverletzendem Verhalten einhergeht. Bekannt sind neben anderen, selbstdestruktiven Verhaltensmustern vor allem Handlungen, wie das Ritzen oder Schneiden in die eigenen Extremitäten. Ein anderes Beispiel für psychische Erkrankungen mit hohem Verletzungsrisiko sind psychosoziale Verhaltensstörungen, die eine Ausübung von Gewalt auf andere Personen provozieren. Hier spielen Erziehung und persönliches Umfeld der Patienten eine wichtige Rolle.

    Gewalteinwirkung durch Dritte: Äußere Gewalteinwirkung muss nicht zwingend auf ‚mechanischem‘ Wege erfolgen. Auch andere Personen können durch Gewalttaten (mit oder ohne Hilfsmittel) Verletzungen produzieren. Hierbei ist es besonders wichtig zwischen physischen und psychischen Wunden zu unterscheiden. Beide gehen bei Körperverletzung Hand in Hand. Jedoch sind nur die physischen Verletzungen auch zweifelsfrei zu erkennen. Die Palette an durch Körperverletzung entstehenden Wunden reicht also von Bisswunden, Prellungen, Platz- und Schnittwunden über Knochenbrüche, innere und äußere Organschäden bis hin zu seelischen Verletzungen.

    Tierattacken: Tierische Bisswunden und andere Formen einer animalischen Verletzung entstehen zum einen durch eigenes Fehlverhalten. Immer wieder hört man von Tierattacken, die auf einen falschen Umgang mit dem Tier oder das Überschreiten des gebührenden Sicherheitsabstandes zurück gehen. Andererseits ist auch eine falsche Tierhaltung denkbar, etwa wenn Hundebesitzer einen Kampfhund nicht richtig anleinen oder ohne Maulkorb in der Öffentlichkeit umher laufen lassen.

Welche Symptome verursachen Verletzungen?

Die Begleitbeschwerden einer Verletzung sind stark abhängig von ihrer Größe und Lage, die seelische Lage mit eingeschlossen. Denkbar sind mit bloßem Auge erkennbare Symptome, wie zum Beispiel Wundblutungen, Wundverfärbungen oder Haltungsschäden. Spürbare Beschwerden sind Schmerzsymptome und organische Funktionsprobleme. Sollte ferner eine Gewalttat bzw. Gewalteinwirkung für die Verletzung verantwortlich sein, muss mit temporären Schockzuständen, im schlimmsten Fall mit dauerhaften Wesensänderungen gerechnet werden.


Verletzungen im Detail


© Zerbor - Fotolia.com

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AdduktorenzerrungLendenwirbelbruchWadenzerrung
BeckenbruchLendenwirbelbruchZehenbruch
Bänderdehnung Lumboischialgie (Hexenschuss)
ErmüdungsbruchMuskelbündelriss
InnenbandrissNabelbruch (Nabelhernie)
InnenmeniskusrissRadikulopathie (Wurzelsyndrom)
HodenbruchRippenbruch
KahnbeinbruchRippenprellung
KapselrissSchädelprellung
KnieprellungSchienbeinkopfbruch (Tibiakopffraktur)
KreuzbandrissSchnittwunde
Leistenbruch (Leistenhernie)Sprunggelenkbruch


Ebenfalls nicht missachten sollten sie mögliche Komplikationssymptome, die im Verlauf der Heilungsphase auftreten. Wenn Ihre Wunde beispielsweise nicht ausreichend gereinigt und desinfiziert wird, lassen Beschwerden wie Wundheilungsstörungen und Infektionen meist nicht lange auf sich warten. Insgesamt sind je nach Art und Schwere der Verletzung folgende Symptome denkbar.

  • sichtbare Symptome
    (z.B. Blutungen, Blutergüsse, Rötungen und Verfärbungen des Gewebes)

  • fühl- und messbare Symptome
    (z.B. Schmerzen, Fieber, Übelkeit und veränderte Blutdruckwerte)

  • beobachtbare Symptome
    (z.B. Angst- und Schockzustände, Panikattacken und Bewusstseinstrübungen)

  • komplikative Symptome:
    (z.B. eiternde Wunden, Wundnekrosen oder dauerhafte Wesensveränderungen)

Möglichkeiten zur Diagnose, Therapie und Nachsorge

Feststellen lässt sich eine Wunde zum einen durch Blick- und Röntgendiagnose. Zum anderen ist bei einer nicht sichtbaren Verletzung eine ausführliche Patientenanamnese wichtig. Fachmedizinisch sind – in Abhängigkeit von der Art der Verletzung – die nachstehenden klinischen Bereiche für die Wundversorgung zuständig:

  • Traumatologie (chirurgische Wundkunde)
  • Sportmedizin (Spezialgebiet für Muskel- und Sehnenverletzungen)
  • Psychotherapie (psychische Heilkunde)
  • Homöopathie (pflanzliche Wundheilkunde)
  • Ergo- und Physiotherapie (Bewegungsheilkunde)

Da die Ursachen und Symptome einer Verletzung sehr unterschiedlich ausfallen, kommt es bei der Therapie auf eine gute Kombination aus verschiedenen Behandlungsmethoden an. Eine wichtige Aufgabe kommt hier der traumatologischen Wundenkunde zu, die im Bereich der Unfallchirurgie zahlreiche Therapieansätze zur Wundbehandlung entwickelt hat. Des Weiteren spielen orthopädische, physiologische und psychische Aspekte bei der Wundversorgung eine wichtige Rolle. Hier ein kleiner Überblick für sie:

    Erstversorgung der Verletzung: Unmittelbar nach Entstehung eines körperlichen Traumas ist die Erstversorgung der Verletzungen wichtig. Diese sollten zunächst sorgfältig gereinigt und desinfiziert werden, um das Einwandern infektiöser Keime in die Wunde zu verhindern. Danach sind stabilisierende Maßnahmen zu unternehmen, welche entweder aus dem Verbinden, bei schweren Brüchen aus dem Schienen der Wunde bestehen.

    chirurgische Maßnahmen und operative Eingriffe: Handelt es sich um eine große äußere Verletzung, muss eventuell genäht oder geklammert werden. Liegt die Wunde im Körperinneren, ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, der die Gewebeschäden erfasst und behandelt. Gleiches gilt für Knochenbrüche, die im Allgemeinen eine chirurgische Bruchkorrektur erfordern. Gerade bei Frakturen im Gesichtsbereich könnten später noch Maßnahmen der plastischen Chirurgie notwendig sein.

    Ergo- und Physiotherapie: Als Patient mit einer schweren Verletzung müssen Sie eventuell mit vorübergehenden Bewegungseinschränkungen rechnen. Dabei können nur ergo- und physiotherapeutische Maßnahmen gewährleisten, die einen dauerhaften Verlust motorischer Fähigkeiten verhindern. Beide Therapiebereiche gelten in der Unfallmedizin als unerlässlich. Doch auch die Sportmedizin setzt bei der schnellen Remobilisierung ihrer Patienten auf Ergo- und Physiotherapie.

    Seelsorge und Traumabewältigung: Schockierende Verkehrsunfälle, Körperverletzungen und seelische Schäden bedürfen einer besonderen Behandlungsstrategie. Gesprächstherapien, Bewältigungsarbeit und ähnliches machen deshalb den Einsatz von psychotherapeutischen Maßnahmen in der Wundbehandlung oftmals relevant.

    medikamentöse Behandlung: Ob zur Wundheilbeschleunigung, Wundkühlung, Schmerzlinderung oder Gemütsberuhigung – Arzneipräparate sind im Falle einer Verletzung allgemein Üblich. Reicht bei Schmerzsymptomen einer leichten Verletzung (z.B. Tennisarm oder Muskelfaserriss) aber noch so manche Salbe oder Heilpflanze aus, helfen bei Schwerst- und Mehrfachverletzungen in der Regel nur starke Medikamente. Eine Beratung mit dem Arzt ist hier zwingend notwendig, um eine geeignete Medikation zu ermitteln.

Verletzungen – Tipps zur Vorsorge

© eyeQ - Fotolia.com

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Eine Verletzung entsteht nicht selten durch Unachtsamkeit. Das gilt für physische wie psychische Verletzungen gleichermaßen. Befinden sich in Ihrem Haushalt vielleicht gefährliche Hindernisse, die leicht zu Stolperfallen werden? Verhalten Sie sich im Straßenverkehr gelegentlich etwas übermütig und legen allgemein nur bedingt Wert auf Sicherheitshinweise? Oder haben Sie mit seelischen Problemen zu kämpfen, die das Verletzungsrisiko erhöhen? In jedem Fall sollten Sie über Veränderungen nachdenken, die Ihnen eine bessere Prävention gewährleisten. Nachstehend finden Sie einige Tipps, die Ihnen dabei helfen könnten, nötige Vorkehrungsmaßnahmen zur Vermeidung einer Verletzung zu treffen:

  • Prävention im Alltag – Zu hohe Absätze, Unachtsamkeit im Straßenverkehr oder das Ignorieren von Sicherheitsprotokollen am Arbeitsplatz. Leichtsinn ist bisweilen die Mutter vieler Traumata. Sie können Ihr persönliches Verletzungsrisiko folglich durch mehr Bewusstheit im Alltag reduzieren. Überlegen Sie, wo sich in Ihrem alltäglichen Leben die schlimmsten Risikofaktoren verstecken und wirken Sie diesen durch gewissenhaftes Handeln entgegen.


  • Prävention beim Sport – Das richtige Schuhwerk, sowie die korrekte Ausführung sportlicher Aktivitäten kann typischen Sportverletzungen wie Tennisarm, Muskelfaserriss und Co. zuverlässig vorbeugen. Gleichzeitig sollten Sie es mit der Intensität der Trainingseinheiten nicht übertreiben, denn ein erschöpfter Körper ist stärker verletzungsgefährdet. Vor allem bei Krankheit, mangelnder Kondition oder Übergewicht ist ein moderates Trainingstempo geboten.


  • Prävention im Haushalt – Prüfen Sie auch Ihren Haushalt auf Verletzungsrisiken. Hindernisse und Stolperfallen im Wohnbereich sollten gerade für ältere Personen und Kinder vollständig entfernt werden. Gegebenenfalls ist über gesicherte Treppenkonstruktionen, Gehilfen und Betreuungspersonal nachzudenken. Des Weiteren ist bei der Küchenarbeit und handwerklichen Betätigungen auf ausreichende Sicherheitsvorkehrungen zu achten. Immer wieder geht eine im Privatleben entstandene Wunde auf mangelnde Vorsicht beim Kochen, Wandstreichen, Reparieren oder bei der Gartenarbeit zurück.


  • Prävention im Umgang mit älteren Personen – Ältere Personen benötigen von Zeit zu Zeit etwas Unterstützung bei der Fortbewegung (z.B. beim Ein- und Aussteigen im Bus). Der sichere Griff eines Dritten hilft hier sehr, verletzungsreichen Stürzen vorzubeugen. Ausgeführt werden sollte die Hilfestellung aber nur von jenen, die dem Gewicht der hilfsbedürftigen Person gewachsen sind.


  • Prävention in Bezug auf physische Gewalt – Provokativen und aggressiven Zeitgenossen sollte mit Blick auf mögliche Körperverletzung aus dem Weg gegangen werden. Ferner ist bei beobachteten Eskalationen zunächst die Polizei zu verständigen. Begeben Sie sich auf keinen Fall alleine in eine Konfrontation mit beiden Konfliktparteien, da Sie ansonsten womöglich selbst eine Verletzung davon tragen. Kinder und Jugendliche sollten sich bei körperlicher Gewalt ihren Eltern oder Lehrern anvertrauen. Nur so lässt sich langfristig eine Lösung für das Gewaltproblem finden.


  • Prävention in Bezug auf psychische Gewalt – Physische Gewalt hängt grundsätzlich mit psychischen bzw. seelischen Verletzungen zusammen. Die psychischen Ursachen und Folgen gewalttätiger Übergriffe sind mit Blick auf mögliche Verletzungsrisiken deshalb nicht zu unterschätzen. Eine psychotherapeutische Fachberatung kann hier geeignete Präventivmaßnahmen aufzeigen.


  • Prävention in Bezug auf Krankheiten – Krankheitsbedingte Verletzungswunden (bspw. an inneren Organen) vermeiden Sie am besten durch regelmäßige Kontrollbesuche beim Arzt. Ein Jahrescheck erkennt entsprechende Gefahrenquellen frühzeitig und auch während einer bestehenden Krankheit mit erhöhtem Verletzungsrisiko bieten ärztliche Untersuchungen eine gute Präventionsmöglichkeit.

Fazit

Verletzungen haben viele Gesichter. Manchmal ist die Wunde von außen gut sichtbar und erlauben eine schnelle Diagnose und Behandlung. Andere Verletzungen gehen hingegen buchstäblich tiefer, sei es nun, dass unter der Haut liegende Gewebeschichten und Organe beschädigt sind, oder dass die Seele im Moment der Verletzung eine Wunde davon getragen hat. Bei der Vor- und Nachsorge kommt es deshalb auf eine individuelle Beurteilung an, die sich nach der Art der Verletzung, dem Verletzungshergang, sowie dem persönlichem Verhalten des Patienten im Rahmen der Verletzungsprävention richtet.