Magenkrämpfe – Ursachen und Gegenmaßnahmen

Magenschmerzen wird fast jeder kennen, da sie zu den typischen Alltagsbeschwerden gehören. Aus Sicht der Medizin wird dieses Symptom als Gastralgie bezeichnet. In häufigen Fällen tritt der Magenschmerz in Form eines oder permanenter Krämpfe auf. Wie es wahrscheinlich auch bei Ihnen oftmals der Fall gewesen ist, treten neben den Magenkrämpfen noch ein oder mehrere Nebensymptome auf. Hierzu gehören vor allem:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall

Auch wenn der Schmerz häufig im Bereich des Bauchs zu verspüren ist, muss es sich bei anscheinenden Krämpfen oder Magenschmerzen nicht immer um den Magen als betroffenes Organ handeln. Häufig kann der Schmerz auch durch Ihr Herz oder den Darm verursacht werden. Im Regelfall resultieren einfache Bauchschmerzen aus dem Verzehr von besonders fetthaltigen Speisen. Auch psychische Belastungen können dieses Symptom auslösen. Treten Krämpfe bei Ihnen allerdings häufiger in Erscheinung, ist es möglich, dass Sie ernsthaft erkrankt sind.

Die häufigsten Ursachen und Gegenmaßnahmen bei Magenkrämpfen

© heiko119 - Fotolia.com

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Je nach zugrundeliegender Ursache können Magenkrämpfe bei Ihnen in unterschiedlichen Zeitabständen in Erscheinung treten. Wenn es sich bei Ihnen um stressbedingte Beschwerden handelt, sollten Sie sich Ruhe und Entspannung gönnen, beispielsweise durch Entspannungsübungen oder autogenes Training. Hier hilft auch der Verzehr von Pfefferminz- oder Kamillentee, um Ihren Magen zu beruhigen. Auch bei einem Magen-Darm-Infekt sind diese Teesorten hilfreich.

Sollte die Ursache bei einer funktionellen Dyspepsie liegen, die auch als Reizmagen bekannt ist, sind vor allem Extrakte aus Heilpflanzen sehr hilfreich. Der Schmerz resultiert hier vor allem aus einer Mobilitätseinschränkung Ihrer Magen-Darm-Muskulatur. Für diese Problematik eignet sich das Extrakt aus Kamillenblüten und Angelikawurzeln, wobei auch Mariendistelfrüchte die Beschwerden abklingen lassen können.

Magenkrämpfe können auch Resultat einer falschen Ernährung sein. Besonders dann, wenn Sie viele fetthaltige und scharfe Speisen zu sich nehmen, wird die Produktion von Magensäure angeregt. Auch der Konsum von Alkohol und Zigaretten kann dies verursachen, woraus wiederum Krämpfe entstehen. Hier helfen vor allem Medikamente, die in der Lage sind, die Magensäure zu binden. In der Medizin werden diese Arzneien auch als Antazida bezeichnet.

Falls die Magenkrämpfe nicht nur einmalig in Erscheinung treten, sondern chronisch bemerkbar sind, sollten Sie sich von einem Arzt untersuchen lassen. Insbesondere dann, wenn auch Fieber oder ein Schwächegefühl sowie starke Müdigkeit auszumachen sind, ist die Wahrscheinlichkeit einer ernsthaften Erkrankung relativ hoch und muss durch einen Facharzt behandelt werden.

Mögliche Krankheitsbilder bei Magenkrämpfen oder Bauchschmerzen

Auch wenn Magenkrämpfen für gewöhnlich keine ernsthaften Krankheitsursachen zu Grunde liegen, so ist es dennoch möglich, dass die Symptome Zeichen für eine weiterführende Erkrankung sind. Um welche Krankheit es sich dabei handelt, muss Ihr Arzt feststellen. Zu den möglichen Ursachen gehören unter anderem noch:

  • Nierenentzündung
  • Vergiftungen, beispielsweise durch Eisen
  • Medikamentenunverträglichkeit
  • Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre
  • Autoimmunerkrankungen
  • Mangelerscheinungen, beispielsweise an Pantothensäure
  • Magenkarzinom (Magenkrebs)
  • Gastritis

Diagnosemethoden bei Magenkrämpfen

Ob wirklich eine ernsthafte Erkrankung bei Ihnen vorliegt, kann der Arzt nur feststellen, indem er Sie physisch untersucht. Häufig wird er zu diesem Zweck Ihren Bauchbereich abtasten und Ihren Körper durch ein Stethoskop abhorchen. Zudem folgen einige Fragen, die eine Eingrenzung diverser Krankheitsursachen ermöglicht. Zu diesen Fragen können gehören:

  • Wann und wie lange treten die Magenkrämpfe auf?
  • Rauchen, essen und trinken Sie viel?
  • Treten anderweitige Beschwerdebilder wie Erbrechen, Übelkeit oder Fieber auf?
  • Nehmen Sie Medikamente ein?
  • Treten die Magenkrämpfe nur bei bestimmten Speisen auf?
  • Liegen bei Ihnen anderweitige Krankheiten zu Grunde?
  • Haben Sie in letzter Zeit stark an Gewicht verloren?

Je nach vermuteter Ursache ist es möglich, dass Ihr Arzt auch ein Ultraschallbild Ihres Magenraums anfertigt. Eine Blutuntersuchung kann ebenfalls vonnöten sein. Schlimmstenfalls werden Sie eine Magenspiegelung über sich ergehen lassen müssen.

Mögliche Therapien bei Magenkrämpfen

Bei Bauchkrämpfen handelt es sich nicht um ein eindeutiges Symptom, welches einer spezifischen Krankheit zugeordnet werden kann. Daher hängen die möglichen Therapiemöglichkeiten auch von der zu Grunde liegenden Krankheitsursache ab. Um der Gastralgie entgegenzuwirken, können folgende Gegenmaßnahmen durch Ihren Arzt empfohlen oder verordnet werden:

  • Verzicht auf Alkohol und Zigaretten
  • Erstellung eine Ernährungsplans und Umstellung der Essgewohnheiten
  • Schmerzmittel und krampflösende sowie säurebindende Medikamente
  • Typische Haushaltsmittel wie Kräutertees oder Wärme
  • Psychische Therapiemaßnahmen wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung
 

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