Krampfadern vorbeugen – Anzeichen erkennen

Wer Besenreisern und Co. vorbeugen möchte, der sollte auf die Gesundheit seiner Beine bedacht sein. Die dort befindlichen Adern und Gefäße transportieren nicht nur Blut. Sie sind zudem auch für komplexe Bewegungsabläufe des menschlichen Körpers verantwortlich. Zur Vorbeugung gegen Krampfadern und Venenbeschwerden ist es deshalb wichtig, die Funktionalität und Form der Beingefäße so lange wie möglich zu erhalten. Ansonsten entstehen die gefürchteten Krampfadern, die in der Fachwelt auch Varizen genannt werden. Im Folgenden sollen zunächst Varizen kurz beschrieben werden, um danach Anzeichen und Symptome genauer aufzuzeigen. Werden diese Symptome frühzeitig behandelt, lassen sich die Folgen im Zaum halten.

Wer kann von Krampfadern betroffen sein?

In einem Großteil der Fälle sind Krampfadern eine Folge des Alters. Dabei kommen sowohl hormonelle Veränderungen als auch altersbedingte Bindegewebserschlaffungen für die krankhafte Verformung der Adern in Frage. Wer nun aber glaubt, Venenbeschwerden beträfen ausschließlich ältere Patienten, der irrt. Bei entsprechendem Lebensstil können sich erste Anzeichen für die Entstehung von Krampfadern heutzutage schon ab 30 zeigen. Laut einer Statistik der Deutschen Gesellschaft für Endoluminale Laser- und Thermotherapie e.V. leiden ca. 30% der Frauen und 20% der Männer in Deutschland unter Symptomen von Venenbeschwerden.

© tibanna79 - Fotolia.com

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Die direkten Ursachen für Varizen liegen eigentlich immer in erkrankten Venenklappen. Die Durchlasselemente der Venen regeln den Rücktransport des Blutes aus einzelnen Körperabschnitten zum Herzen und sind äußerst sensibel, wenn es um erhöhte Druckbelastungen geht.

MWenn Sie dabei in Ihrem Alltag ihre Venen besonderen Belastungen aussetzen, erhöht sich das Risiko für Krampfadern deutlich. Dabei sind folgende Punkte besonders bedeutend für die Ihre Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe:

  1. Alltägliche Aufgaben mit langen Sitz- oder Stehphasen
  2. Bewegungsmangel (Couch-Potato-Dasein)
  3. Einnahme der Antibabypille
  4. Durchführung von Hormonersatztherapien
  5. Raucher
  6. Erbliche bedingt geschwächtes Bindegewebe
  7. Einseitige Ernährung und Flüssigkeitsmangel

Besondere Gefahr für Raucher: Als Raucherbein ist eine großflächige, arterielle Durchblutungsstörung vielen ein Begriff. Krampfadern können diesbezüglich ein erster Vorbote der klassischen Raucherkrankheit sein. Wer diesem Risiko vorbeugen will, sollte demnach auf Nikotin verzichten.

Anzeichen und Symptome von Krampfadern für eine Vorbeugung frühzeitig erkennen

© belinka - Fotolia.com

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Um Krampfadern entsprechend vorzubeugen, müssen Sie die Anzeichen und Symptome natürlich möglichst frühzeitig erkennen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Sie Ihre Beine regelmäßig optisch begutachten und unter anderem auf folgende Symptome achten:

  • Bläuliche Verdickungen an den Beinen
  • Verdickungen können zunächst auch farblos auftreten
  • Spannungs- und Schweregefühl in den Beinen
  • Schmerzen nach längeren Stehen oder Laufen
  • Verstärkung der Symptome bei warmen Temperaturen oder kurz vor der Menstruation (bei Frauen)

Gerade diese Symptome und Anzeichen treten zu Beginn auf und verschlimmern sich mit Zeit deutlich. Wenn Sie allerdings schon bereits bei der ersten Früherkennung einen Arzt aufsuchen und gemeinsam eine passende Therapie entwickeln, können Sie den Krankheitsverlauf verhindern oder mindestens verzögern.

Gezielte Vorbeugung gegen Krampfadern – Kurztipps im Überblick

© aris sanjaya - Fotolia.com

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  • In einem gesunden Körper ruht nicht nur ein gesunder Geist. Es fließt auch gesundes Blut in ihm. Setzen sie deshalb auf eine körperfreundliche Lebensweise und achten Sie auf Ihre Ernährung, wenn Sie Krampfadern und anderen Beschwerden der Venen vorbeugen möchten. Aus diesem Grund sollten Sie in punkto Ernährung vor allem auf einen hohen Ballaststoffgehalt setzen, sowie den Fett-und Zuckeranteil reduzieren. So lässt sich zudem Übergewicht reduzieren, was die Beine und damit die Venen wiederum entlastet.
  • Stärken Sie Ihre Venen und Venenklappen durch regelmäßigen Ausdauersport (Laufen, Schwimmen, Rad fahren). Zusätzlich kann das Training den Muskelaufbau und somit die Stabilität der Beine fördern, was die Gefäße erheblich entlastet.
  • Setzen Sie beim Vorbeugen von Venenleiden im Bereich der Beine auf die heilende Kraft des Wassers. Da Krampfadern eine Verformung der Gefäßwände bedeuten, ist es wichtig, diese so elastisch wie möglich zu halten. Warm-kalte Wasserbäder sind hierfür genau das richtige, da die wechselnden Temperaturen langfristig für mehr Flexibilität in den Venen sorgen.
  • Es ist ratsam, den eigenen Beinen ausreichend Entspannung zu gönnen. Immerhin tragen sie das gesamte Körpergewicht und müssen daneben auch noch eine Reihe komplexer Aufgaben im Blut- und Stoffwechsel übernehmen. Verwöhnen Sie Ihre geplagten Beine deshalb ruhig mit regelmäßigen Erholungsbädern, Massagen und wohltuenden Lotionen.
  • Äußerst schädlich für die Gesundheit der Venen ist Nikotin. Dessen Schadstoffe führen nicht nur zu arteriellen Verschlusskrankheiten, sondern begünstigen auch die Entstehung von Krampfadern. Wer Krampfadern zuverlässig vorbeugen möchte, sollte darum auf Zigaretten verzichten.
  • Wer an einer bestehenden Bindegewebsschwäche leidet, muss die oben genannten Punkte umso mehr verinnerlichen. Nicht jeder Patient ist für geschwächtes Bindegewebe selbst verantwortlich. Für das Ergreifen geeigneter Präventivmaßnahmen hingegen schon. Besprechen Sie sich am besten mit Ihrem behandelnden Arzt und finden sie gemeinsam heraus, wie sich den Krampfadern am besten vorbeugen lässt.
  • Besonders hohe Temperaturen wie in der Sauna oder beim langen Sonnenbad gerade bei einer Anfälligkeit für Venenprobleme meiden.
  • Sehr langes Stehen oder Sitzen am Stück nach Möglichkeit vermeiden.

Fazit

Krampfadern können mit der Zeit zu einem schwerwiegenden Problem werden und sogar Thrombosen auslösen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Anzeichen und Symptome möglichst früh zu erkennen, um entsprechend gegenzusteuern. Durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten sowie der Ernährung können die eigenen Venenklappen deutlich entlastet werden. Dazu sollten Sie möglichst früh einen Arzt konsultieren und gemeinsam eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Therapie für die Krampfadern an den Beinen entwickeln.

 

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