Hausmittel gegen Erkältung – was hilft?

Gerade zur kalten Jahreszeit tritt die Grippe oder die einfache Erkältung gehäuft auf. Linderung können Sie sich allerdings ganz leicht verschaffen, indem Sie ihr Abwehrsystem stärken. Dazu ist es nicht immer notwendig, gleich in den Medizinschrank zu greifen oder sogar Ihren Arzt aufzusuchen. Bereits durch einfache Hausmittel, viel Wärme, ausreichend Schlaf, einer hohen Flüssigkeitszufuhr und viel Vitamin C können Sie Ihr Abwehrsystem unterstützen. Vermeiden sollten Sie während Ihrer Erkrankung Stress, denn dieser belastet Ihr Immunsystem nachhaltig. Vermeiden Sie das Rauchen und bleiben Sie am besten im Bett. Während des Schlafs ist Ihr Immunsystem besonders aktiv und hilft Ihnen dabei, die Erreger aus Ihrem Organismus zu vertreiben.

Viel Flüssigkeit zu sich nehmen

© Gina Sanders - Fotolia.com
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Wenn Sie erkältet sind, benötigt Ihr Körper viel Flüssigkeit. Hierfür ist am besten Wasser oder Tee geeignet. Besonders dann, wenn Sie zusätzlich an Fieber leiden, haben Sie einen erhöhten Wasserbedarf. Während Sie täglich 3 Liter Wasser trinken sollten, wenn Sie gesund sind, benötigen Sie bereits ab 38 Grad Fieber einen halben Liter Wasser zusätzlich. Bei einem Temperaturanstieg um ein Grad, sollten Sie versuchen, auch einen Liter Wasser mehr zu trinken. Noch weitaus höher ist Ihr Flüssigkeitsbedarf, wenn auch Durchfall zu Ihren Symptomen zählt.

Sollten Sie lieber etwas mit Geschmack bevorzugen, trinken Sie Tee. Besonders empfehlenswert ist dabei Holunderblütentee. Auch heiße Milch mit Honig wird von Ärzten empfohlen. Dieses Getränk besitzt zudem den Vorteil, das lästige Kratzen im Hals einzudämmen, jedoch sollte der Milchkonsum sich in Grenzen halten. Milch hat nämlich die Angewohnheit, zusätzlichen Schleim zu bilden.

Wohltuendes für Ihre Schleimhäute

Wenn Sie erkältet sind, müssen Sie unter anderem dafür sorgen, dass Ihre Schleimhäute nicht austrocknen. Dies können Sie am ehesten bewerkstelligen, indem Sie für eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum sorgen. Um das zu erreichen, hängen Sie beispielsweise nasse Lappen oder Handtücher in den Raum oder noch besser direkt vor die Heizung. Auch ein mit Wasser befülltes Behältnis (selbst erzeugter Lufbefeuchter) erfüllt diesen Zweck. Durch das Verdunsten des Wassers erhöht sich die Luftfeuchtigkeit im Raum und kann somit Ihre Schleimhäute vor dem Austrocknen bewahren.

Zusätzlich kann es sinnvoll sein, für einen erhöhten Speichelfluss zu sorgen. Lutschen Sie dafür Hustenbonbons oder gurgeln Sie mit warmem Salzwasser mindestens einmal täglich.

Ein ebenfalls sehr erfolgreiches Mittel, um Ihren Schleimhäuten etwas Gutes während der Erkältung zu tun und gleichzeitig festsitzendes Sekret und Viren zu lösen, ist das Inhalieren von Wasserdampf. Noch ein besseres Ergebnis erzielen Sie, wenn Sie Kamillenblüten in das Wassergefäß legen. Zusätzlich sollten Sie ein Handtuch während des Inhalierens über Ihren Kopf legen, sodass der Dampf nicht entweichen kann. Durch die Kamille schwellen zudem Ihre Schleimhäute ab und typische Erkältungssymptome werden gelindert. Sollten Sie keine Kamillenblüten zur Hand haben, eignet sich auch Pfefferminzöl oder Thymian sowie Teebaum- und Eukalyptusöl. Bei Kindern sollten Sie allerdings auf Pfefferminzöl verzichten.

Inhalieren können Sie mehrmals täglich, allerdings jeweils nicht länger als zehn Minuten.

Spülungen für die Nase

Nichts kann den Viren, Verkrustungen und Keimen in Ihren Nasenschleimhäuten so sehr zusetzen wie eine Nasendusche. Nutzen Sie hierfür am besten Salzwasser, ein Teelöffel Salz auf einem halben Liter Wasser. Um die Nasendusche auszuführen, beugen Sie sich am besten über ein Waschbecken und halten Sie Ihren Kopf in Schräglage. Führen Sie das Salzwasser nun über das obere Nasenloch ein. Über Ihr unteres Nasenloch wird das Wasser wieder abfließen. Wiederholen Sie diesen Prozess auch für das andere Nasenloch, aber führen Sie die Nasendusche nicht öfter als einmal täglich durch.

Vitaminbomben für die Regeneration

Eine ausreichende Zufuhr an Vitamin C kann unter Umständen helfen, die Erkältungssymptome zu verkürzen und bei einer schnellen Heilung hilfreich ist. Empfohlen wird eine Dosis von mindestens 0,2 Gramm Vitamin C täglich, wenn Sie erkältet sind. Vitamin C kann den Schutz Ihrer Immunzellen sicherstellen. In folgenden Lebensmitteln finden Sie reichlich an Vitamin C:

  • Kartoffeln
  • Tomaten
  • Spinat
  • Fenchel
  • Beeren wie Johannis- und Stachelbeeren
  • Grünkohl und Rosenkohl
  • Brokkoli
  • Paprika

Durchblutung fördern für besseres Gesunden

Sie können Ihr Abwehrsystem auch beim Kampf gegen Viren und Bakterien unterstützen, indem Sie einen Wärmewickel um Ihren Hals binden. Befeuchten Sie dazu ein Tuch, wickeln Sie dieses um Ihren Hals und decken Sie das feuchte Tuch mit einem Handtuch ab. Je wärmer der Wickel ist, desto mehr regt er Ihre Durchblutung an und Ihre Abwehrkräfte gelangen besser zu den empfindlichen Stellen. Wenn Sie Lavendelöl auf das feuchte Tuch geben, hilft es Ihnen dabei, einem möglichen Hustenreiz entgegenzuwirken. Zudem kann dies gerade bei Kindern zu einer angenehmeren Einschlafphase beitragen.

 

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