Verschwommenes Sehen – Ursachen und Gegenmittel

Ob Erkrankungen der Netzhaut, Migräne, Diabetes oder Sehstörungen durch seelische Probleme – Die Liste von Ursachen, die ein verschwommenes Sehen verursachen können, ist lang. In jedem Fall sollte eine Behandlung der Augenbeschwerden erfolgen, da es ansonsten zu bleibenden Schäden an den Augen oder gar einem dauerhaften Verlust des Sehvermögens kommen kann. Erfahren Sie hier mehr zu den Ursachen und den Behandlungsmöglichkeiten der Sehverschlechterung!

Ursachen – wie entsteht verschwommenes Sehen?

Die Netzhaut (Retina) ist für die Funktionalität unserer Augen unerlässlich. Sie wandelt Lichtimpulse, welche das Auge passieren, in für das Gehirn verwertbare Nervenimpulse um. Auf diese Weise erzeugen die Augen im Kopf visuelle Bilder von unserer Umgebung, die unter anderem für motorische Koordination und Orientierungssinn unerlässlich sind. Erkrankungen der Netzhaut, auch Retinopathie genannt, führen demnach zu einer deutlichen Sehverschlechterung und können Sehstörungen wie verschwommenes Sehen nach sich ziehen. Gemeinsam mit einigen weiteren Auslösern kommen für eine verschwommene Sicht somit folgende Ursachen in Frage:

© Jörg Lantelme - Fotolia.com
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    diabetische Retinopathie
    (Sehstörungen durch Diabetes mellitus)

    eklamptische Retinopathie
    (Sehstörungen durch Eklampsie in der Schwangerschaft)

    hypertensive Retinopathie
    (Sehstörungen durch Bluthochdruck)

    Retinopathia centralis serosa
    (Sehstörungen durch Schwellung und Abhebung der Netzhaut)

    Retinopathia pigmentosa
    (Sehstörungen durch Erberkrankungen der Netzhaut)

    Retinopathia praematurorum
    (Erkrankungen der Netzhaut bei Frühgeborenen)

    Retinopathia solaris
    (Sehstörungen durch Sonnen- oder Lasereinstrahlung)

    Sehstörungen durch seelische Beeinträchtigung
    (z.B. Angst- oder Panikattacken)

    Sehstörungen durch Sehschwäche
    (z.B. Erblindung, Kurz- oder Weitsichtigkeit)

    Sehstörungen durch sonstige Erkrankungen
    (z.B. Kreislaufprobleme, Migräne, Multiple Sklerose oder Schlaganfall)

Die Ursachen für Verschwommenes Sehen sind also sehr vielfältig und sollten demnach unbedingt überprüft werden. Gerade bei Sehstörungen durch eine Netzhautablösung, einen Schlaganfall oder auch Diabetes ist eine ärztliche Behandlung der Rethinopathie sowie der Grunderkrankung unabdingbar!

Verschwommenes Sehen – Behandlung

Sehstörungen wie verschwommen sehende Augen sollten grundsätzlich von einem Augenarzt untersucht werden, da nur eine fachmedizinische Behandlung der Ursachen zu dauerhaftem Erfolg führt. Lesen Sie nachstehend Einzelheiten zu wichtigen Behandlungsschritten:

© pix4U - Fotolia.com
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    ursachenorientierte Behandlung: Sofern Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus oder Migräne für Ihr verschwommenes Sehen verantwortlich sind, geht eine Behandlung, die sich an den jeweiligen Ursachen orientiert, natürlich vor. Auf ärztliche Hilfestellung sollten Sie dabei nicht Verzichten und auch homöopathische Behandlungsansätze zeigen bei Sehstörungen durchaus ihre Wirkung. Oftmals lässt sich durch eine Verbesserung der Blutzuckerwerte bei Diabetes auch die Störung des Auges behandeln.

    Sehhilfe anpassen: Wenn Sie an Kurz- oder Weitsichtigkeit leiden, rührt verschwommenes Sehen womöglich von einer weiteren Sehverschlechterung der Augen her. Es ist also eine Anpassung der Sehhilfe notwendig, die Sie am besten vom Optiker Ihres Vertrauens durchführen lassen.

    Behandlung durch Augenlasern: Wer die Sehkraft seiner Augen bei Sehschwäche nachhaltig verbessern möchte, kann über eine Augenlaserbehandlung nachdenken. Durch den Lasereingriff lassen sich Netzhautkrümmungen und ähnliche Sehstörungen heutzutage sehr gut behandeln. Darüber hinaus eignet sich die Lasertherapie auch zur Behandlung schwellungsbedingter Ablösungen der Netzhaut.

    Medikamente gegen verschwommene Augen: Infektiöse wie nichtinfektiöse Erkrankungen der Netzhaut bzw. der Augen bedürfen womöglich einer medikamentösen Behandlung. Warten Sie bei derartigen Ursachen für Ihre Sehstörungen nicht zu lange ab, denn eine zu späte Behandlung kann den kompletten Sehverlust der Augen bedeuten! Eine rechtzeitige Behandlung hingegen hilft Ihrem Auge, sich zu regenerieren und Sehstörungen abzubauen.

    Ernährung für die Augen: Wie jedes Organ profitiert auch das menschliche Auge von gesunder Ernährung. Bei der Behandlung von Sehstörungen des Auges kann eine augenfreundliche Ernährung sogar den Therapieerfolg positiv beeinflussen. Insbesondere Vitamin A, C, E und Karotine tun den Augen gut, weshalb Sie regelmäßig vitaminreiches Obst und Gemüse (z.B. Spinat, Grünkohl oder Karotten) zu sich nehmen sollten.

    Kräuter für die Augen: Das Heilkraut Augentrost hat seinen Namen nicht durch Zufall erhalten. In der Volksmedizin wird die Pflanze nämlich schon seit Jahrhunderten gegen Augenbeschwerden wie Bindehautentzündung und Überanstrengung angewandt. Gemeinsam mit Fenchel, Kamille und Petersilie eignet sich Augentrost deshalb auch bei verschwommen sehenden Augen. Nutzen Sie die Heilkräuter doch einfach für frische Augenkompressen, wobei im Fall der Kamille von einer Nutzung etwaiger Teekräuter abzuraten ist. Die Konzentration augenreizender Pflanzenanteile sind in Teemischungen aus Kamille erfahrungsgemäß zu hoch, um zur Behandlung der Augen eingesetzt werden zu können.

    Entspannen Sie Augen und Körper: Sowohl die Augen als auch der Rest des Körpers benötigen regelmäßige Ruhephasen. Auf diese Weise wird zahlreichen Ursachen für verschwommenes Sehen erfolgreich vorgebeugt. Und auch zur Behandlung etwaiger Sehstörungen der Augen können gezielte Entspannungsmaßnahmen sinnvoll sein. Gönnen Sie Ihren Augen also ausreichend Ruhe und tun Sie Netzhaut und Co. durch besondere Pflege etwas Gutes.

Verschwommene Augen – Wann zum Arzt?

Wie bereits erwähnt, sollte jeder, dessen Augen plötzlich verschwommen sehen, unverzüglich einen Augenarzt besuchen. Da die Sehstörungen gelegentlich auf eine schwere Grunderkrankung, im schlimmsten Fall sogar einen Schlaganfall hinweisen können, geht eine fachmedizinische Behandlung der Sehverschlechterung ganz klar vor. Hausmittel gegen verschwommene Augen dürfen Sie jedoch gerne anwenden, um den Therapieerfolg zu unterstützen.

Bei der Behandlung von Sehstörungen stehen Augenärzten mittlerweile hochmoderne Diagnose- und Therapiemethoden zur Verfügung. Bestes Beispiel ist die Augenlaserbehandlung, die bei Sehstörungen durch Veränderungen der Netzhaut gute Therapieerfolge verspricht. Bei krankheitsbedingten Sehverschlechterungen ist darüber hinaus eine Behandlung durch rezeptpflichtige, aber fortschrittliche Arzneimittel möglich. Diese und weitere Neuerungen der Schulmedizin machen Ihren Augenarzt zu einer wichtigen Gesprächsperson, wenn es um die Behandlung Ihrer Augen sowie der Netzhaut geht.

Fazit

Verschwommen sehende Augen sind eine Begleiterscheinung zahlreicher Gesundheitsbeschwerden, die entweder den Körper oder das Auge selbst betreffen. Hausmittel sollten hier nur unterstützend zur ursachenorientierten Behandlung von Sehstörungen zum Einsatz kommen, denn ärztliche Maßnahmen haben Priorität, um die Sehfähigkeit der Augen wieder herzustellen bzw. zu erhalten. Dies ist insbesondere bei Ursachen wie Diabetes mellitus, Schlaganfall oder einer Netzhautablösung der Fall.

 

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