Mittel gegen Muskelkater – was hilft?

Früher nahm man an, bei Muskelkater handle es sich um eine Übersäuerung des Körpers. Als Ursache wurde ein verringerter Laktatspiegel in den Muskeln vermutet, der sich bei körperlicher Anstrengung auf natürliche Weise reduziert. Inzwischen gehen Mediziner jedoch davon aus, dass Muskelkater aufgrund von kleinen Rissen in den Z-Scheiben der Muskeln entsteht. Die Medizin spricht diesbezüglich auch von einem sogenannten Mikrotrauma, in dessen Verlauf Entzündungsstoffe an den Muskelrissen gebildet werden. Kommen diese wiederum in Kontakt mit Nervenzellen, entstehen die für Muskelkater typischen Schmerzen. Wie Sie derartigen Symptomen entgegenwirken, welches Hausmittel tatsächlich hilft und wie Sie künftigem Muskelkater vorbeugen können, erfahren Sie hier.

Mögliche Hausmittel gegen Muskelkater

Ob Salben, Öle, gezielte Ernährung, Wärmebehandlung oder Maßnahmen zur Steigerung der Durchblutung. Die Meinungen darüber, welches Hausmittel bei Muskelkater tatsächlich hilft, gehen weit auseinander. Ein klassisches Allheilmittel scheint es nicht zu geben, denn bei der Behandlung schmerzender Muskeln hat jeder seine individuellen Geheimtipps. Die effizientesten Hausmittel gegen Muskelkater haben wir nachstehend für Sie zusammengefasst:

    Heilkräuter gegen Muskelkater: Zu den muskelfreundlichen Heilkräutern zählen vor allem Arnika, Chili, Fichte, Johanniskraut, Lavendel und Rosmarin. Auch die Essenzen der Avocado, des Teebaums und der Olive besitzen einen regenerativen Effekt auf strapazierte Muskeln und Sehnen. Kaum verwunderlich also, dass viele der genannten Gewächse beliebte Inhaltsstoffe von Salben und Massageölen gegen Muskelkater sind. Wenn Sie die Kräuter hingegen einnehmen möchten, reicht ein Teelöffel der getrockneten Pflanzenteile pro Tasse meist schon aus. Hochwirksame bzw. scharfe Kräuter (z.B. Arnika oder Chili) sollten jedoch in Maßen genossen werden.

    © ARochau - Fotolia.com

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    Wärme ist muskelfreundlich: Wärmebehandlungen erweisen sich seit jeher bei vielen Arten von Schmerz als zuverlässige Hausmittel. Auch bei Muskelkater können wärmende Maßnahmen schnell für Linderung sorgen und zudem auch die Durchblutung fördern. In Frage kommen sowohl Saunagänge und Wärmesalben, als auch heiße Duschen, Entspannungs- und Thermalbäder. Letztere sollten Sie bei allerdings nicht länger als 30 Minuten am Stück genießen, um Kreislaufproblemen vorzubeugen.

    sanfte Massagen: Tun Sie ihrem Körper bei Muskelkater etwas Gutes und gönnen Sie sich eine ausgiebige Massage. Nutzen Sie hierbei auch die heilende Kraft von Massageölen, Salben, Latschenkiefer und Franzbranntwein. Die Extrakte wecken schnell die Lebensgeister und fördern darüber hinaus auch die Durchblutung.

    © SENTELLO - Fotolia.com

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    Schüssler Salz Nr. 6 bei Muskelkater: Als homöopathisches Hausmittel haben sich Schüsslersalze bislang oft bewährt. Speziell gegen Muskelkater hilft Schüssler Salz Nr. 6. Sie können es in jeder gut sortierten Apotheke oder bei einem Homöopathen Ihres Vertrauens erstehen. Eine Wirkung ist bisher jedoch nicht wissenschaftlich belegt.

    auch Vitamin E hilft: Vitamin E ist als Hausmittel gegen Muskelkater nicht zu unterschätzen. Die antioxidative Substanz hilft Körper und Muskeln, sich vor freien Radikalen zu schützen. Besonders hoch dosiert findet sich das auch als Tocopherol bekannte Vitamin in Speiseölen wie Weizenkeim-, Sonnenblumen- und Olivenöl.

    Muskelkater und Mineralstoffe: Fördern Sie bei Muskelkater unbedingt die regenerativen Kräfte ihres Körpers. Mineralstoffe wie Magnesium und Kalium sind als Hausmittel hierfür besonders gut geeignet, da sie den Muskelaufbau aktiv unterstützen. Wir empfehlen an dieser Stelle mit Kalzium, Magnesium und Kalium angereicherte Mineralwassersorten, wobei sie die den tatsächlichen Mineralstoffgehalt einzelner Sorten vor dem Kauf vergleichen sollten.

    Kohlenhydrate und Proteine: Um den Regenerationsprozess der Muskeln noch besser zu unterstützen, hilft eine gezielte Auswahl kohlenhydrat-, sowie proteinreicher Lebensmittel. Da beide Nährstoffe für den Stoffwechsel der Muskeln äußerst wichtig sind, sollten sie während der Behandlung von Muskelkater vermehrt in den Ernährungsplan eingebaut werden. Zur ausreichenden Deckung des Kohlenhydrat- und Proteinbedarfs geeignet sind hierbei vor allem Getreide-, Milch- und Fischprodukte, sowie Bananen, Nüsse und grünes Gemüse.

Wie beuge ich Muskelkater erfolgreich vor?

© drubig-photo - Fotolia.com

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Das beste Hausmittel gegen Muskelkater ist, ihm vorzubeugen. Dies kann beim Sport durch ausreichendes Aufwärmtraining (z.B. Dehnen der Muskeln) geschehen. Entsprechende Übungen machen den Körper unter Bewegung und Krafteinsatz flexibler und beugen schmerzlichen Muskelrissen somit ideal vor.

Trotz der Gefahr, einen Muskelkater zu erleiden, sollten Sie Bewegung und Sport aber nicht scheuen, im Gegenteil. Nur wenn die Muskeln dauerhaft moderat gefordert werden, lässt sich ihre Gesundheit erhalten. Gezieltes Ausdauer- und Krafttraining hilft zudem, das Auftreten von Muskelkater insgesamt zu reduzieren und die muskeleigene Widerstandskraft zu steigern. Neben kraftbetonten Sportarten sollten also auch Aktivitäten wie Joggen oder Schwimmen auf dem Programm stehen.

Hinweis: Dehnen kann sich im Hinblick auf Muskelkater auch vor dem Joggen für Sie lohnen. Darüber hinaus beugen Sie so Verletzungen vor.

Fazit

Vorbeugen ist bei Muskelkater selbstverständlich besser als Heilen. Ausreichendes Dehnen, aber auch regelmäßige Bewegungseinheiten und Sport zur Steigerung der Durchblutung und Muskelflexibilität bieten hier geeignete Präventivmaßnahmen. Sollten die Muskeln dennoch einmal schmerzliche Risse erleiden, hilft eine gezielte Zufuhr von Vitamin E, Mineral- und Nährstoffen, die Muskelregeneration anzuregen. Ergänzend ist eine besondere Pflege und Wärmebehandlung mit muskelfreundlichen Kräuterextrakten, Ölen und Salben zu empfehlen.

 

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