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Blutblasen behandeln – Hausmittel und Behandlungsmöglichkeiten

Jeder kennt es und alle fürchten es: die Blasenbildung. Wenn der Schuh zu eng sitzt oder zu lange mit einem Werkzeug hantiert wurde, ist es keine Seltenheit, dass sich an der überlasteten Hautpartie eine Blase bildet. In seltenen Fällen kann es sich dabei sogar um eine Blutblase handeln, die zwar grundsätzlich ungefährlich ist, bei der es unter Umständen jedoch auch zu Komplikationen kommen kann, wenn diese versehentlich oder falsch geöffnet wird.

Wie entstehen Blasen?

© Deeanna Estell - Fotolia.com

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Eine Blase ist oftmals das Resultat einer Überlastung von Hautpartien, beispielsweise durch hohe Reibung oder hohen Druck, also im Regelfall einer physikalischen Beschädigung. Mit zunehmender Belastung werden die einzelnen Hautschichten nach und nach abgetragen, wodurch sich ein Hohlraum ausbildet, der mit Gewebsflüssigkeit gefüllt ist. Dies wird als Blase bezeichnet. Je nach Tiefe der abgetragenen Hautschichten kann aus einer einfachen Blase auch eine Blutblase werden. Dies ist der Fall, wenn tiefliegende Hautschichten verletzt werden und sich anstatt der Gewebsflüssigkeit Blut in dem Hohlraum ansammelt. Durch die dünnen, obenliegenden Hautschichten schimmert das Blut durch, was der Blutblase ihren roten Farbton verleiht.

Behandlung von Blutblasen

Die gängige Behandlungsmethode, mit welcher Sie den Druckschmerz durch die Blutblase lindern können, ist die Punktion oder das Aufstechen der Blase, was jedoch möglichst durch einen Arzt erfolgen sollte. Da bei der Blutblase allerdings eine tiefliegende Verletzung zugrunde liegt, ist es notwendig, diese nur mit einem sterilen Werkzeug aufzustechen. Hierfür eignet sich eine sterile Nadel am ehesten. Grundsätzlich ist es allerdings nicht zwingend notwendig, die Blase zu behandeln, da sie sich im Regelfall von alleine zurückbildet und durch das Aufstechen die Gefahr einer Infektion besteht. Um das Aufplatzen der Blase zu verhindern, eignen sich folgende Schritte:

  • Vermeiden Sie, den Blasenbereich hohem Druck auszusetzen
  • Bedecken Sie die Blase nicht durch Kleidung
  • Halten Sie den Blasenbereich sauber
  • Befindet sich die Blase unter dem Fuß, nutzen Sie einen leichten Verband, um den Druckbereich zu entlasten
  • Bei besonders großen Blasen muss diese durch einen Arzt drainiert werden

Falls es sich nicht vermeiden lässt und Ihre Blutblase doch aufplatzen sollte, halten Sie folgende Schritte ein:

  • Lassen Sie die Flüssigkeit vollständig ablaufen und reinigen Sie den Hautbereich sorgfältig
  • Legen Sie einen sauberen Verband an, der jedoch nicht zu fest sitzen sollte
  • Tragen Sie eine antibiotische Salbe auf den geplatzten Hautbereich auf

Nachdem Sie diese Schritte befolgt haben, müssen Sie in den folgenden Tagen besonders auf den Umgebungsbereich der Blase achten, da eine aufgeplatzte Blutblase schnell zu einer Infektion führen kann. Folgende Symptome weisen darauf hin, dass sich Ihre Blutblase wohlmöglich entzündet hat:

  • starke Schmerzen im und um den Blasenbereich herum
  • Rötungen des Blasenbereichs
  • Angeschwollene Körperpartien im Bereich der Blase

Grundsätzlich sollte die überstehende Haut nach dem Aufplatzen der Blutblase nicht entfernt werden. Diese dient als natürliche Schutzschicht, sodass Bakterien oder Keime nicht in die Wunde eintreten können. Jod oder Alkohol sollten Sie grundsätzlich nicht verwenden, da dies den Heilungsprozess verlangsamt.

Blasenbildung vorbeugen

Die beste Methode, Blasen zu behandeln, ist es, diese gar nicht erst entstehen zu lassen. Dies können Sie bereits durch sehr einfache Maßnahmen und Hausmittel bewerkstelligen.

  • Vermeiden Sie es, zu enges Schuhwerk oder enge Handschuhe zu tragen
  • Ziehen Sie bei langen Wanderungen mehrere eng anliegende Socken an. Die auf der haut liegende Socke sollte aus einer Kunstfaser sein, die außenliegende Socke am besten aus Baumwolle
  • Schmieren Sie die Hautstellen, welche besonders durch Blasenbildung geprägt sind, vor einer voraussichtlich längeren Belastung mit Vaseline oder vergleichbaren Gleitmitteln ein
  • Sollte sich bereits eine Blase gebildet haben, hilft es, diese täglich mit Teebaum- und Pflanzenöl zu behandeln. Auch Aloe Vera und Ringelblumensalbe können dabei helfen, die Blase austrocknen zu lassen.

     

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