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Leberfleckentfernung – wie lässt sich ein Leberfleck entfernen?

Leberflecken, im Volksmund gerne als Muttermal bezeichnet, stellen Wucherungen von pigmentierten Hautzellen dar, die sich farblich deutlich vom üblichen Hautbild absetzen. In den meisten Fällen handelt es sich bei Leberflecken um gutartige Wucherungen, durch äußere Einflüsse oder bestehende, genetische Veranlagung, können sie sich jedoch bösartig verändern. Doch selbst die gutartige Wucherung wirkt, je nach Körperstelle, störend und so liegt der Wunsch nahe, sich die lästigen Farbflecken entfernen zu lassen.

Auf dem Markt gibt es diverse Angebote, die Ihnen die Entfernung von Leberflecken versprechen. Besonders häufig wird die

© Schiddrigkeit – Fotolia.com

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  • operative Entfernung
  • Lasertherapie
  • Entfernung mit Salben

besprochen. Welche Vorteile die einzelnen Therapiemöglichkeiten aufweisen und welche Therapie tatsächlich von Medizinern empfohlen wird, erfahren Sie nachfolgend.

Die Untersuchung der Leberflecken

Zuerst einmal sollte gesagt werden, dass Leberflecken zu Beginn gutartige Wucherungen darstellen. Doch durch die Sonneneinstrahlung oder eine genetische Veranlagung ist es möglich, dass sich aus jedem Muttermal ein potenzieller Hautkrebs entwickelt. Daher sollten gerade hellhäutige Menschen und Personen mit einer empfindlichen Haut und einer Vielzahl an Leberflecken regelmäßig zur ärztlichen Kontrolle gehen. Die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung wird von den Krankenkassen übernommen, sofern der Patient das 35. Lebensjahr erreicht hat oder ein Grund zur regelmäßigen Kontrolle besteht. Während der Untersuchung überprüft der Hautarzt die Wucherungen auf besondere Merkmale hin, prüft, ob sich Verdickungen, Ausfransungen oder Verfärbungen bilden. Spätestens, wenn ein Muttermal

  • einen ausgefransten Rand besitzt
  • stark verdickt ist
  • Verfärbungen aufweist
  • blutet oder juckt

sollte sich ein Spezialist mit dem Mal befassen. Die Entfernung eines bösartigen Muttermals unterscheidet sich nicht von der eines aus ästhetischen Gründen zu entfernenden.

Die operative Entfernung

Fachmediziner raten grundsätzlich dazu, Leberflecken operativ entfernen zu lassen. Dies ist die einzige Möglichkeit die sicherstellt, dass die komplette Wucherung restlos aus der Haut entnommen wird. Zudem bietet die Variante den Vorteil, dass die entfernten Zellen im Labor auf veränderte Hautzellen hin untersucht werden kann.

Die operative Entfernung erfolgt unter einer örtlichen Betäubung und dauert ungefähr dreißig Minuten. Der Leberfleck wird mit einem feinen Skalpell herausgeschnitten, wobei die Ärzte in der Regel die unter dem Muttermal liegenden Hautschichten ebenfalls stückweise entfernen. Anschließend wird die Wunde vernäht und mit einem Pflaster verbunden. Die Operationswunde heilt zumeist komplikationslos, wobei die Wundheilung nach vierzehn Tagen abgeschlossen ist. Vielfach schicken die Praxen die entfernten Hautzellen direkt in ein Labor und besprechen das Laborergebnis mit dem Patienten beim Ziehen der Fäden.

Der Nachteil der operativen Entfernung ist das Zurückbleiben einer kleinen Narbe. Verglichen mit der Gefahr, dass sich das Muttermal zum Hautkrebs weiterentwickeln kann, stellt die Narbe jedoch nur eine kleine Problematik dar. Duschen, Sport und kosmetische Behandlungen dürfen vom Patienten spätestens nach dem Ziehen der Fäden komplett wiederaufgenommen werden.

Die Entfernung per Laser

Diese Methode wird kontrovers behandelt. Der Nachteil der Laserentfernung ist, dass keine mikroskopische Untersuchung des Leberflecks mehr möglich ist, eventuelle Veränderungen also nicht mehr erkannt werden können. Zudem entfernt der Laser ausschließlich die Verfärbungen in den oberen Hautschichten, tieferliegende Wucherungen bleiben also von der Behandlung ausgeschlossen.

Zur Entfernung wird das gebündelte Laserlicht direkt auf das Muttermal gerichtet. Durch die Hitze werden die Zellen des Muttermals verbrannt, sodass sie im Heilungsverlauf vom Körper absorbiert und vernichtet werden. Der Laser verödet gleichzeitig die die Wucherung nährenden Blutgefäße, sodass eine Naht nicht notwendig ist. Allerdings kann die Prozedur nur bei unveränderten Muttermalen angewandt werden, die

  • eben, unverdickt
  • frisch entstanden
  • geringflächig

sind. Wird bei der Voruntersuchung festgestellt, dass der Leberfleck bereits Veränderungen, beispielsweise eine deutliche Verdickung, aufweist oder bis in die tiefen Gewebeschichten dringt, sollte von der Lasertherapie abgesehen werden.

Die Entfernung per Salben

Mittlerweile gibt es zahlreiche Salben auf dem Markt, die eine Entfernung von Leberflecken versprechen. Auch hier ergibt sich wieder die Problematik, dass die Wucherung auf keinen Fall vollständig abgetragen wird. Die meisten Produkte zielen einzig auf das Ausbleichen ab. Andere Produkte unterbinden die Nährstoffversorgung des Muttermals, sodass es abstirbt und vom Organismus verarbeitet wird.

Obwohl die Methode nach Aussagen der Hersteller und einigen Probanden funktioniert, sollte sie auf keinen Fall bei veränderten Muttermalen genutzt werden. Vor dem Selbstversuch müssen die Leberflecken von einem Hautarzt kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass kein Krebsverdacht besteht.

Je nach Produkt wird die Salbe direkt auf das angeraute Muttermal aufgetragen und nach einer Dreiviertelstunde mit warmem Wasser abgewaschen. Zurück bleibt eine Rötung, die nach einigen Tagen komplett zurückgeht.

 

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