Reisemedizin: Chikungunyafieber auf dem Vormarsch

Traumhaft lange Sandstrände, türkisblaues Wasser und fantastische Unterwasserwelten – die Karibik ist gerade in den Wintermonaten ein beliebtes Urlaubsziel – auch für deutsche Touristen. Gerade die Dominikanische Republik oder Kuba und Barbados stehen hoch im Kurs. Seit einiger Zeit stellen sich allerdings gemischte Gefühle ein. Der Grund: In der Karibik und den angrenzenden Kontinentalstaaten sind verschiedene Infektionskrankheiten auf dem Vormarsch. Das CRM Centrum für Reisemedizin warnt derzeit vor dem Chikungunyafieber.

© MAST - Fotolia.com
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Chikungunya-Virus breitet sich aus

Bislang tauchten Fälle einer Infektion mit dem Chikungunya-Virus in erster Linie auf den karibischen Inseln auf, vor allem Dominica, Guadeloupe, Martinique und den Niederländischen Antillen. Inzwischen verändert sich die Situation aber gravierend, es werden zunehmend Fälle auf dem amerikanischen Festland bekannt – darunter Französisch-Guyana.

Die Fallzahlen sind in den letzten Wochen rasant gestiegen. Seit dem ersten Auftreten sind mehr als 2.500 Erkrankungen bekannt geworden. Das CRM Centrum für Reisemedizin weist vor dem Hintergrund der aktuellen Infektionswelle darauf hin, dass der Mückenschutz in der Karibik und dem amerikanischen Kontinent zunehmend wichtiger wird.

Der Grund ist der Verbreitungsweg des Chikungunyafiebers. Das Virus wird durch den Stich der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus). Charakteristisch für eine Infektion mit Chikungunyafieber sind starke Muskel- und Gelenkschmerzen, Schwellungen der Lymphknoten sowie Hautausschlag. Daneben kann es zu Haut- und Schleimhautblutungen, Kopfschmerzen oder Beschwerden im Magen-Darm-Bereich kommen.

Gefahr steigt auch für Europa

Das Chikungunyafieber grassiert erst seit Ende 2013 in Mittel- und Südamerika. Experten sehen allerdings auch Gefahren für den europäischen Kontinent. Ursprünglich in den Tropen Afrikas beheimatet, breitet sich das Virus – gemeinsam mit dem Überträger – immer weiter nach Norden aus. Und eine wirksame Prophylaxe über einen Impfstoff ist zumindest derzeit nicht in Sicht.

 

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