Sonnenbrand

Sonnenbrand – unser Ratgeber zu Ursachen und Gegenmaßnahmen

Sonnenbrände auf der Haut sind heute längst nicht mehr so harmlos wie früher. Schuld daran ist eine durch zu hohe Schadstoffbelastung in der Luft verringerte Ozonschicht. Deren reduzierter Sauerstoffgehalt treibt das Risiko, einen Sonnenbrand zu erleiden aktuell weltweit in die Höhe. Zudem steigt mit der Sonnenbrandgefahr auch das Hautkrebsrisiko, was verheerende Folgen für die Sterblichkeitsrate von Patienten mit Sonnenbrand bedeutet.

Aus diesem Grund sind inzwischen viele Menschen zu Recht sensibler geworden, wenn es um einen angemessenen Sonnenschutz ihrer Haut geht. Doch wie genau entsteht ein Sonnenbrand eigentlich und was lässt sich zur Behandlung der Symptome tun? Gibt es vielleicht sogar in Sachen Ernährung einige Hilfsmittel zur Vorsorge gegen Sonnenbrand? In unserem Ratgeber möchten wir Ihnen dies gerne etwas näher erläutern.

Zur Entstehung eines Sonnenbrands

Der Begriff ‚Sonnenbrand‘ ist in der Tat wörtlich zu verstehen. Zwar befindet sich die Sonne gut 150 Millionen km von der Erde entfernt, ihre Strahlungskraft reicht jedoch selbst bei diesem Abstand noch aus, um großen Schaden an unserer Haut anzurichten. Einzig und allein das ausgeklügelte Schildsystem der Erde, bestehend aus Erdmagnetfeld (äußeres Schild) und Ozonschicht (inneres Schild), bieten der menschlichen Haut ausreichenden Sonnenschutz vor den solaren Strahlenschäden.

Doch gerade die Ozonschicht beginnt immer stärker zu schwächeln. Aufgrund des steigenden CO² Gehalts fehlt es der unteren Atmosphäre an ausreichend Sauerstoff, um die UV-Strahlung der Sonne weiter effizient abwehren zu können.

Was in punkto Strahlenschäden speziell unserer Haut so schwer zu schaffen macht, sind Partikel der solaren UVB-Strahlung. Diese wird im Gegensatz zur ebenfalls gefährlichen UVC-Strahlung nicht vollständig von der Ozonschicht absorbiert. Ist unsere Haut der Einstrahlung von UVB-Partikeln nun zu lange ausgesetzt, kommt es zum Sonnenbrand und Entzündungsvorgängen, die einer Hautverbrennung ersten bis zweiten Grades gleicht. Dass die Haut auf derartige Verletzungen mit Juckreiz, Rötungen und ähnlichen Symptomen reagiert, ist nicht auszuschließen.

Symptome und Folgen von Sonnenbrand

© Rostislav Sedlacek - Fotolia.com

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Während sich ein Sonnenbrand im Pflanzenreich durch plötzliche Austrocknung von Beeren und Blättern bemerkbar macht, verursacht er beim Menschen eher folgende Symptome:

  • Fieber und Hitzewallungen
  • Blasen an der Oberfläche der Haut
  • Juckreiz und Brennen
  • Kreislaufbeschwerden
  • Rötungen der Haut
  • Schwindel und Kopfschmerzen

Feststellen lassen sich derartige Symptome ab 1 – 6 Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne. Ihre Ausprägung und Intensität variiert dabei je nach Ausmaß der Schäden, welche die Strahlung auf der Haut angerichtet hat. Nach etwa 7 Tagen kann es zusätzlich zu einer Abschuppung vertrockneter Hautzellen kommen.

Sonnenbrände als Ursache für Hautkrebs

© fovito - Fotolia.com

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Sonnenbrände auf der Haut stehen bereits seit einigen Jahren unter dem Verdacht, die Zellerkrankung Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs) auszulösen. Sie entsteht, wenn die UVB-Strahlung der Sonne Auswirkungen auf zellularer Ebene verursacht und dabei Mutationen in den DNA-Strängen der Haut nach sich zieht. Das Melanom selbst bezeichnet hierbei die Ausbildung bösartiger Tumore in den Zellen der Hautpigmente.

Nach jüngstem Forschungsstand sind Menschen mit heller Haut, hellen Augen, rotem oder blondem Haar besonders anfällig für schwarzen Hautkrebs, denn ihre fehlende Pigmentierung bietet keinen ausreichenden Sonnenschutz für die Zellen der Haut. Ein Mitgrund dafür, dass die Hautkrebsraten vor allem in Europa und Nordamerika stark zugenommen haben.

Vorsorge ist der beste Sonnenschutz für Ihre Haut

© You can more - Fotolia.com

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Angesichts der Tatsache, dass die Ozonschicht zunehmend weniger der schädlichen UVB-Strahlen absorbiert, sollten Sonnenanbeter ihre Haut verstärkt vor Sonnenbrand schützen. Tragen Sie falls nötig also ausreichend Sonnencreme auf und erneuern Sie den Sonnenschutz in regelmäßigen abständen. Beim Kauf einer geeigneten Lotion sollten Sie zudem auf einen hohen Lichtschutzfaktor (20 oder mehr) und gute Qualität der Sonnencreme achten. Weitere Präventivmaßnahmen lauten:


richtige Kleidung: Auch wenn knappe Bekleidung an sonnigen Tagen sehr beliebt ist, muss bei längeren Aufenthalten in der Sonne unbedingt ein T-Shirt, Hut, eine lichtundurchlässige Weste und/oder Sonnenbrille mit im Gepäck sein. Neben der Haut an Armen und Beinen ist auch die Haut am Kopf mit einem geeigneten Sonnenschutz zu versehen, um Schwindel und Kopfschmerzen vorzubeugen. In Sachen Farbe eignen sich vor allem dunkle oder schwarze Kleidungsstücke zur Verhütung von Sonnenbrand auf der Haut.

richtige Aufenthaltsplanung: Was die Dauer Ihres Aufenthalts in der Sonne anbelangt, so sollten Sie es mit Blick auf die Gesundheit Ihrer Haut nicht übertreiben. Ein Sonnenbad von etwa 15 Minuten reicht bei heller Haut bereits aus, um deren natürliche Schutzfunktion zu erschöpfen. Im Sommer sind darüber hinaus auch lange Unternehmungen zwischen 11 und 15 Uhr zu meiden. Zu dieser Tageszeit erreichen Stand und Strahlungsniveau der Sonne ihren Zenit, wodurch sich das Risiko deutlich erhöht, einen Sonnenbrand auf der Haut zu erleiden.

richtige Ernährung: Tatsächlich gibt es auch einige Lebensmittel, die bei der Vorbeugung gegen Sonnenbrand hilfreich sind. So fanden Forscher der Universität Witten-Herdecke zum Beispiel heraus, dass der regelmäßige Verzehr von Schokoladenprodukten mit einem hohen Flavonol-Gehalt das Sonnenbrandrisiko um bis zu 25 Prozent senkt. Insgesamt ist eine Ernährung mit reichem Vorkommen an Antixodantien und Vitaminen empfehlenswert.


Tipps zum Thema ‚Sonnenbrand auf der Haut‘ im Überblick

© VRD - Fotolia.com

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  • Nutzen Sie regelmäßig eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor bevor sie Ihren Platz an der Sonne suchen. Ihre Haut wird es Ihnen danken.
  • Tragen Sie, auch wenn es schwer fällt, dunkle Kleidung zum Schutz ihrer Haut. Diese kann schädlich UVB-Strahlung am besten abwehren und entsprechende Symptome verhindern. Daneben sind auch Kopf- und Augenbedeckung sind wichtig.
  • Vermeiden Sie im Sommer lange Standaufenthalte und andere Aktivitäten im Freien, wenn die Sonne gerade am höchsten steht. Selbst Schatten oder Bewölkung bieten hier für Ihre Haut keinen ausreichenden Sonnenschutz mehr.
  • In Sachen Ernährung sollten Sie auf die Wirksamkeit von Lebensmitteln vertrauen, die in sonnenreichen Gegenden gedeihen (z.B. Zitrusfrüchte, Kakao oder Tomaten). Sie enthalten oft wichtige Antioxidantien und reichlich Vitamin C zur Verhütung von Sonnenbrand.
  • Ein entsprechendes Kräutersortiment, das Sonnenbrand auf der Haut vorbeugen kann, findet sich in der mediterranen Ernährung. Basilikum, Knoblauch, Rosmarin und Salbei stellen hier die besten Gewürze zur Zubereitung von Speisen mit Sonnenschutzeffekt.
  • Um einen bestehenden Sonnenbrand und dessen Symptome zu behandeln, eignen sich zahlreiche Hausmittel. So versprechen kühle Bäder und Umschläge zum Beispiel Linderung bei Juckreiz oder Rötungen auf der Haut. Zu empfehlen sind insbesondere Tee- und Milchumschläge, sowie Joghurt- und Quarkwickel.
  • Ebenfalls zur Kühlung der Haut bei Sonnenbrand und somit zur Linderung der Symptome geeignet sind Eiswürfel und entsprechende Cooling-Gele. Zahlreiche Cremehersteller führen inzwischen auch Lotionen in ihrem Sortiment, die als sogenannte After-Sun-Lotion einen kühlenden Effekt auf die sonnengebadete Hautoberflächen haben. Zwar mag eine Sonnencreme dieser Art alleine nicht vor einem Sonnenbrand schützen, jedoch bewahrt sie manchmal zuverlässig vor schlimmeren Schäden der Haut.
  • Sollten sich einige Tage nach dem Aufenthalt in der Sonne Symptome wie Bläschen oder Abschuppungen an Ihrer Haut zeigen, so bezeichnet dies eine Verbrennung 2. Grades. Ein Gang zum Arzt ist hier unverzichtbar, um tiefer gehende Zellschäden ausschließen zu können.

Umwelttipp: Der Sauerstoff unserer Ozonschicht bildet nicht nur den wohl wichtigsten Sonnenschutz für die Haut, sondern schützt auch gegen Sonnenbrand. Mit Blick auf seine eigene Gesundheit ist deshalb jeder Einzelne dazu angehalten, die Co² Ausstöße weltweit so gering wie möglich zu halten.